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Das Imunsystem

Viele Hunde haben ein schwaches Immunsystem. Es wird geschwächt durch:
1. Stress (zu schnelles, zu langes Alleine bleiben müssen, zu wenig Ruhe, Hektik, Missverstehen des Menschen, ständiges Herumerziehen)

2. nicht artgerechte Haltung (zu wenig Auslauf, zu wenig Aufenthalt an frischer Luft/Sonne. Sollte mind. 2 Stunden täglich sein)

3. falsche Ernährung (80 % des Immunsystems sitzen im Darm)

4. zu viel Medikamente, Entwurmung, Impfung Dagegen kann man wirken, indem man Stress vermeidet, artgerecht hält, Ernährung optimiert und Medikamente, nur wenn es notwendig wird einsetzt (nicht sofort Antibiotika, Cortison nur wenn die Diagnose eindeutig ist und es erfordert, Entwurmung nur nach Kotuntersuchung, Impfung so viel wie nötig, aber nicht mehr als nötig!).


Folgende Nahrungsmittel und Mittel stärken die Immunkraft:
- Joghurt/Sauermilchprodukte aus Biomilch (Darmflora)- rohes Sauerkraut (Darmflora)- Hefe (Vit. B-Komplex und Darmflora)- frisches Obst/Beerenobst- rohes Gemüse (insbes. Brokkoli, Chicoree, Karotten, Brennessel, Löwenzahn, rote Beete, Tomaten, Paprika, Spinat, Portulak, Feldsalat, Fenchel, Rosenkohl, Pastinaken, Topinambur etc.).-- Nachtrag: Gemüse sollte immer sehr fein geraspelt oder püriert werden, da es sonst nicht verwertet werden kann. Am Stück gelassen ist es nur zum Knabberspaß nützlich. Vielfältiges Gemüse besonders beim BARF wichtig!-- Nur wenn das Gemüse dazu dienen soll, dass der Hund abnimmt, ist es sinnvoll, es nicht zu pürieren. Wenn es um die Inhaltsstoffe geht, sollte man es pürieren/sehr fein raspeln, da es sonst nicht vollständig verwertet wird, nämlich nur soweit, soweit der Hund es selbst fein zerkaut, was viele Hunde nicht machen.- Propolis/Blütenpollen- Echinacea/Sonnenhut- Gingseng- Cranberry (insb. bei Harnwegserkrankungen)- Aloe Vera- Spirulina (Spurenelemente, Vitamine)- Kräuter (Oregano, Thymian, Basilikum, Rosmarin, Estragon, Salbei, Kümmel, Ingwer, Eberraute)- Schwarzkümmelöl (für Darm- und Atemwegsinfekte)- Eigelb freilaufender Hühner- Fisch (Vit. D und essent. Fettsäuren) Das Immunsystem reagiert vor allem bei Stress und falscher Ernährung negativ, wird aber auch durch zu viel Chemie, Medikamente, Impfen negativ beeinflusst.
Das Immunsystem baut man auf, indem man darauf achtet, dass der Hund ausgeglichen ist, dies erreicht man durch:- ausreichend Bewegung,- Rudelharmonie,- Zuwendung zum richtigen Zeitpunkt,- eigenes ruhiges Verhalten (z.B.: nicht volllabern, nicht impulsiv reagieren etc.),- Rituale, gewohnte Umgebung,- Hund nicht ständig hochpuschen durch Hetz-, Zerr- und Tobespiele,- Hund nicht überfordern durch zu große Territorien, die er selbstständig bewachen darf,- Hund nicht jede Hundebegegnung selbst regeln lassen, wenn es zu stressig wird, etc.- durch richtige Führung, z.B. angeleint hinter einem gehen lassen.
Aber auch zu Hause auf ausreichend Ruhephasen achten, Hunde benötigen bis zu 18 Stunden Ruhezeiten, ein Hund der im Haus ständig herum hippelt, kommt nicht zur Ruhe, weil er meist reizüberflutet wird. Ein ruhiger Ruheplatz, der ungestört steht, ruhige Begrüßung, ruhiges Weggehen etc. Sowie hochwertiges Futter, so wenig Chemie wie möglich, so viel wie nötig. Ist das Immunsystem bereits angeschlagen, kann man neben obigen Punkten auch noch zusätzlich diverse Kräuter etc. geben zur Stärkung, wie Propolis (Blütenpollen), Echinacea (Sonnenhüte) etc.
Vitamin C ist nicht nötig, da das ein Hund selbst bildet, nur wenn der Hund längere Zeit ständig Durchfall hat, kann es evtl. zu Vit. C Mangel kommen.
Als Kur über 4-6 Wochen täglich eine Messerspitze Propolis.
Hagebuttenschalen kann man sich sparen, Vitamin C. ist bei Hunden nicht das Thema, das können sie selbst herstellen und ist obendrein auch in jedem Futter enthalten, im Fertigfutter als Konservierungsstoff und im Barf in sämtlichen Gemüsen und Grünzeug, insbes. Paprika Smile . Meine haben noch nie Hagebuttenschalen bekommen und sind troztdem nie krank. Beim Ei möglichst hochwertige Eier, Bio und Freilauf, sonst bringt es 0 fürs Immunsystem. Generell ist ein gesunder Darm ein Garant für ein stabiles Immunsystem. Hunde, die ständig Verdauungsprobleme haben, sind meist auch infektanfälliger. Denn im Darm sitzen 80 % des Immunsystems. Daher nicht zu unterschätzen der tägliche Löffel Joghurt oder Buttermilch für die gesunde Darmflora und mit Antibiotika und Wurmkuren so sparsam wie möglich , denn die zerstören die Darmflora.Joghurt, Buttermilch, Kefir etc. kann man auch bei Trockenfutter oder Dosenfutter geben, täglich ein Teelöffel.
In einer Studie wurde nachgewiesen, dass sich Welpen wesentlich besser entwickeln, wenn sie täglich einen Teelöffel Joghurt ins Futter erhalten. Sie sind den Welpen in der Vergleichsgruppe, die dies nicht bekamen, sowohl in der körperlichen als auch in der geistigen Entwicklung weit voraus und haben signifikant weniger Infektions- und Durchfallserkrankungen.
Dauerstress hat übrigens eine starke negative Wirkung auf das Immunsystem. Das ist also der zweite Baustein: Stressvermeidung!
Hauptstressoren sind:
- Alleinebleiben ohne langsames Gewöhnungstraining- Dauerbespaßung wie ständiges (täglich an die 30 - 60 Minuten und länger, insbes. wenn Kinder im Haus sind) Stöckchenspielen, Toben, Jagen (nicht zur Ruhe kommen lassen, ständig neu ankurbeln) etc.- ständiges Gängeln/Herumkommandieren und Totquatschen der Hunde- Unkontrollierte Emotionsausbrüche, unsicheres, unvorhersehbares, unverständliches, unklares Verhalten des Halters- Strafen und Zwang in der Erziehung- zu wenig Ruhephasen (z.B. auch wenn im Haus ungewohnte Unruhe z.B. durch Handwerker, oder Besucher etc. ist )- zu weinig Abwechslung- zu weinig geistige und körperliche artgerechte Auslastung- zu viel Unruhe- zu unregelmäßiger nicht vorhersehbarer Tagesablauf- häufige Fremdbesucher- unharmonisches, hektisches, aggessives Rudelleben (z.B. ständige Streitigkeiten unter den Hunden oder unter den Menschen, auch unruhige Kinder)- zu wenig Kontakt zu Artgenossen- Liebeskummer (läufige Hündinnen)- Schmerzen (ganz großer Stressfaktor!)etc. Ergänzt von Janet Ruppelt
Zum Gemüse:Paprika: niemals grüne Paprika füttern. Tomate: nur überreif füttern. Brokkoli: ist Kohl und sollte nur gedünstet/gekocht gefüttert werden, dazu nur in kleinen Mengen, da die enthaltene Oxalsäure die Calziumaufnahme hindert. Spinat: sehr hoher Gehalt an Oxalsäure, hindert die Aufnahme von CalziumRosenkohl: nur gedünstet/gekocht, sonst Blähungen.
Zu Barf muss man NICHT möglichst viele Gemüse/Obstsorten füttern. Es ist ein Irrglaube, der Hunde müsse die Vitamine daraus ziehen. Der rohernährte Hund zieht die Vitamine aus dem Fleisch. Um auf den Vitamingehalt zu kommen, den Hund sich über rohes (!!) Fleisch holt, müsste der Hund kg-weise verschiedenste Gemüse/Obstsorten erhalten.
Auch muss das Gemüse nicht zwingend püriert werden. Das kommt auf den Hund an, viele verdauen Gemüseraspel, bei einigen kommen sie hinten wieder so raus. Gemüse und Obst wird dem roh ernährten Hund vorallem wegen der Ballaststoffe gefüttert und der sekundären Pflanzenstoffe und diese erhält der Hund abseits der Verdauung.
Stress: auch positiver Stress kann schaden.
Milchprodukte: solange Hunde gesäugt werden, kann der Hund ausreichend Lactose aufspalten, diese Fähigkeit nimmt nach und nach ab. Bei einigen komplett, bei anderen nicht ganz. Ist bei allen Säugetieren so. Milchprprodukte haben zudem derart wenig gute Bakterien, dass sie nicht zum Darmaufbau taugen, davon kommt einfach nichts im Darm an.Kefir (selbst gezogener!!), Hüttenkäse sind meist gut verträglich, da keine bis wenig Lactose enthalten, allerdings stößt es einigen Hunden nach dessen Verzeher sauer auf.
Generell gilt: was Hund nicht kennt, kann stressen, muss aber nicht. Das kommt auf den Hund an. Deswegen finde ich es schwierig zu sagen, 30-60min Stöckchen/Ball spielen schädigen das Immunsystem oder das Laufen an der Leine vor Herrchen.
Darmaufbau zum Immunaufbau:Es nutzt meist wenig z.B. nach AB oder schwerer Krankheit dem Hund gute Bakteiren zu zu fügen, wie z.B. Milchsäurebakterien (nein noch immer keine Milch), es muss gleichzeitig für Nahrung für diese Bakterien gesorgt werden, die guten Darmbakterien ernähren sich von Insulin, ein Ballaststoff. Den kann man entweder im Reformhaus kaufen oder ordentlich Chicorree (Isnulin ist quasi Chicoree) füttern. Nur dann bleiben die Guten, ansonsten ziehen sie direkt wieder aus.

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